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Personen
Link zu diesem Datensatz http://d-nb.info/gnd/1044336463
Person Lucas, Franz
Andere Namen Lucas, Franz Bernhard
Quelle Matrikelportal Rostock: http://purl.uni-rostock.de/matrikel/300005038
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Lucas
Zeit Lebensdaten: 1911-1994
Land Deutschland (XA-DE)
Geografischer Bezug Geburtsort: Osnabrück
Wirkungsort: Meppen
Wirkungsort: Münster (Westf)
Wirkungsort: Rostock
Wirkungsort: Danzig
Wirkungsort: Graz
Wirkungsort: Nürnberg
Wirkungsort: Belgrad
Wirkungsort: Oranienburg
Wirkungsort: Auschwitz
Wirkungsort: Auschwitz-Birkenau
Wirkungsort: Mauthausen
Wirkungsort: Stutthof
Wirkungsort: Ravensbrück
Wirkungsort: Sachsenhausen (Oranienburg)
Wirkungsort: Frankfurt am Main
Wirkungsort: Elmshorn
Sterbeort: Elmshorn
Beruf(e) Arzt
Weitere Angaben Schulbesuch in Osnabrück und Meppen; studiert zunächst vier Semester Philologie in Münster, dann der Medizin in Rostock und Danzig; 1942 zum Dr. med. promoviert; 1933/34 Mitglied der SA; 1937 Eintritt in NSDAP und SS (zuletzt SS-Obersturmführer); Truppenarzt in Nürnberg und Belgrad; wegen „defätistischer Äußerungen“ musste Lucas kurzfristig in einer Bewährungseinheit dienen; Dezember 1943 bis Spätsommer 1944 als Lagerarzt im KZ Auschwitz I (Truppenarzt) sowie im KZ Auschwitz-Birkenau (Zigeunerlager, Theresienstädter Familienlager); kurzzeitige Einsätze folgten im KZ Mauthausen 1944, KZ Stutthof 1944, KZ Ravensbrück 1944 und KZ Sachsenhausen im Januar 1945; nach Kriegsende entging Lucas einem Entnazifizierungsverfahren und erhielt sofort eine Anstellung am Stadtkrankenhaus Elmshorn; nach Bekanntwerden der gegen ihn erhobenen Vorwürfe verlor er 1963 seine Anstellung und arbeitete in einer Privatpraxis; bei der Gerichtsverhandlung im 1. Auschwitz-Prozess wurde Lucas am 20.8.1965 wegen Beihilfe zu gemeinschaftlichem Mord in mindestens 1.000 Fällen während mindestens vier Selektionen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten; im Revisionsurteil vor dem Bundesgerichtshof vom 20.2.1969 wurde ein neuer Prozess angeordnet und Lucas wurde am 8.10.1970 freigesprochen, da viele Häftlinge durchweg positiv über Lucas sprachen, während die Aussagen, die zu seiner Verurteilung führten, auf Hörensagen basierten, außerdem sei Lucas zwar „an der Vernichtung von Menschen beteiligt“ gewesen, habe aber „nicht mit Täter-, sondern nur mit Gehilfenwillen“ gehandelt
Beziehungen zu Personen Lolling, Enno
Beziehungen zu Organisationen Universität Rostock
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Typ Person (piz)





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